Ich möchte dir gern eine kleine Einführung über ätherische Öle geben, damit du weißt, was das eigentlich ist, warum sie wirken und welche Unterschiede es gibt.

1. Was sind ätherische Öle?

Poetisch ausgedrückt sind ätherische Öle die Seele der Pflanzen. Sie sind in den Blüten, in Blättern, in Schalen, im Holz, in den Wurzeln, in den Harzen und der Rinde enthalten.

Es sind die fettlöslichen Teile, die in den Pflanzen gespeichert werden.

Man gewinnt die Öle durch ganz unterschiedliche Verfahren wie Destillation, Kaltpressung, Lösungsmittelextraktion, Enfleurage oder Kohlendioxidextraktion.

 

Bei der Destillation entzieht heißer Wasserdampf den Pflanzen die Duftstoffe und wird dann abgekühlt. Man hat dann erst ein Wasser-Öl-Gemisch und trennt anschließend das ätherische Öl durch Abschöpfen vom Wasser.

Die Kaltpressung wird vor allem bei Zitrusölen angewendet. Hier werden die Schalen kaltgepresst, zentrifugiert und danach gefiltert.

Bei besonders empfindlichen Pflanzen werden die Duftstoffe mit Hilfe von Lösungsmitteln wie Alkohol, Metanohl oder Hexan ausgelöst. Diese Substanz wird dann durch Destillation wieder in das ätherische Öl und das Lösungsmittel getrennt.

Bei der Enfleurage werden die frischen Blüten auf eine Schicht aus Rindertalg oder Schweinefett gelegt. Die Fette vermischen sich und das pflanzliche Öl wird dann durch Alkohol wieder entzogen. Dieser verdampft und man hat wieder das reine ätherische Öl.

Die Kohlendioxidextraktion wird mit sehr hohem Druck und niedrigen Temperaturen durchgeführt. Das Verfahren ist sehr schonend und besonders für temperaturempfindliche Pflanzen geeignet.

2. Warum wirken sie?

Ätherische Öle wirken auf zwei Weisen.

Der erste und offensichtliche Weg führt über die Nase. Wenn du einen Duft einatmest, dann geht es ohne Umwege direkt ins Gehirn und da in das limbische System. Dort wird unser Gedächtnis  und unsere Gefühle gesteuert. Daher kannst du auch mit Düften deine Stimmungslage beeinflussen.

Erinnere dich an den Geruch vom Zimt und Plätzchen und schon kommst du in Weihnachtsstimmung.

Oder wie ist es mit dem Duft von gemähtem Gras? Schließe die Augen, erinnere dich und du bekommst ein Sommergefühl.

Bei Lavendel siehst du die violetten Felder der Provence vor dir. Vielleicht denkst du auch an deine Oma, die immer Lavendelsäckchen gegen Motten im Schrank hattest und siehst auf einmal ihr liebevolles Gesicht vor dir.

Düfte wecken Erinnerungen und stehen in engem Kontakt mit unseren Gefühlen. Daher können wir mit bestimmten ätherischen Ölen uns selbst beeinflussen und uns in bestimmte emotionale Zustände versetzen.

Wenn du ein Öl direkt auf die Haut aufträgst, dann hast du neben dem Duft auch einen direkten Effekt auf den Körper. Der Grund ist, dass bei uns als Embryos das Gehirn, das Nervensystem, unsere Sinnesorgane und die Haut aus dem äußeren Keimblatt gebildet wurden. Diese Verbindung bleibt bestehen, wenn wir uns weiterentwickeln. Daher kann die Haut über die Nerven die Öle direkt in die Organe weiterleiten.

Öle können also auch eine medizinische Wirkung haben. Daher sollten sie mit Vorsicht angewendet werden, wenn du empfindliche Haut hast. Auch bei Schwangerschaft, Neigung zu Epilepsie oder Bluthochdruck solltest du dich mit einem Arzt oder Heilpraktiker abstimmen, bevor du ätherische Öle verwendest.

Zitrusöle haben eine phototoxische Wirkung. Das bedeutet, dass sie die Haut lichtempfindlich machen. Wenn du also z.B. Bergamotte, Orange, Zitrone oder Mandarine auf deine Haut aufträgst, dann solltest du diese Körperstellen mindestens 4 Stunden lang nicht der Sonne aussetzen.

3. Was ist der Unterschied zwischen  naturrein, natürlich, naturidentisch und synthetisch?

Naturreine Öle sind die besten Öle, die du bekommen kannst. Sie werden direkt aus der Mutterpflanze gewonnen und es werden nur die ölproduzierenden Pflanzenteile verwendet. Naturreine ätherische Öle bestehen zu 100% aus dem Öl der jeweiligen Stammpflanze und enthalten keine Zusatzstoffe.

Neben dem deutschen Namen sollte die lateinische Bezeichnung aufgeführt werden, die Herkunft und am besten auch Hinweise zur Anwendung.

Natürliche Öle sind eine Mischung aus unterschiedlichen naturreinen Ölen. Das bedeutet, dass die Öle nicht vollständig von aus der Stammpflanze gewonnen werden. Immerhin werden auch hier keine künstlichen Zusatzstoffe verwendet, aber sie sind häufig mit günstigen Ölen gestreckt.

Naturidentische Öle sind künstliche Öle. Von der chemischen Zusammensetzung entsprechen sie den Ölen, die aus Pflanzen gewonnen werden, aber sie werden eben zu 100% im Labor hergestellt. Gerade sehr teuere Öle wie Rose oder Jasmin werden gern im Labor nachgebaut. Wenn du diese Öle zu einem sehr günstigen Preis siehst, dann kannst du sehr sicher davon ausgehen, dass es sich um mindestens naturidentische Öle handelt.

Synthetische Öle sind reine Laborprodukte. Sie werden oft auch als Duftöl oder Parfumöl bezeichnet. Hier ist nichts natürliches mehr enthalten.

 

Meine Empfehlung sind naturreine Öle von bester Qualität. So kannst du sicher sein, dass du auch tatsächlich volle die Kraft der Pflanze erhältst und damit auch die einmalige Wirkung. Darüber hinaus hast du auch die Gewissheit, dass du keine Gifte einatmest oder über die Haut aufnimmst.
Wenn du zum Bestellen Fragen hast, dann findest du hier Infos oder mache einen kostenlosen Termin mit miraus. Dann können wir direkt miteinander sprechen und ich beantworte dir gern deine Fragen.

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