Lavendel gehört zu den duftenden Klassikern der Aromatherapie und ist entsprechend beliebt. Doch nicht immer ist Lavendel drin, wenn wir Lavendel riechen.

Da lohnt es sich, genauer auf das Etikett zu schauen und du wirst zum Beispiel bei Duftsäckchen Lavandin lesen.

Was ist eigentlich Lavandin?

Lavandin (Lavandula hybrida) ist eine Kreuzung aus echtem Lavendel (Lavendula angustifolia) und dem breitblättrigen Lavendel (Lavandula latifolia).

Die Pflanzen, die aus so einer Kreuzung stammen, können sich nicht fortpflanzen. Unter natürlichen Bedingungen würden sich diese beiden Sorten nicht verbreiten. Das ist ähnlich wie bei der Kreuzung von Pferden und Eseln. Die Mulis und Maulesel sind liebenswerte Tiere, die gerade als Lasttiere eingesetzt werden, aber sie können sich nicht fortpflanzen. Lavandin ist genauso ein Hybrid und wird durch Stecklinge vermehrt.

Die Lavandinpflanzen sind wahrscheinlich ursprünglich durch Bienenbestäubung entstanden.

Die Pflanzen sind höher als normale Lavendelpflanzen und daher auch ertragreicher. Das macht sie so attraktiv für die Industrie. Für die gleiche Menge an Öl braucht man 40 Kilo Lavandin-Blütenrispen oder 150 Kilo echte Lavendelblüten. Alles klar?

Lavandin kann man schon im ersten Jahr ernten, bei echtem Lavandel muss man zwei bis vier Jahre warten.

Allein schon aus diesen Unterschieden wird klar, warum echtes Lavendelöl deutlich teurer ist als sein Verwandter Lavandin.

Wie kann man Lavandin verwenden?

Lavandin duftet ähnlich wie Lavendel und ich verwende ihn zum Sieden von Seifen.

Echtes Lavendelöl ist mir hier zu kostbar, zumal es beim Verseifungsprozess zu einer deutlichen Hitzeentwicklung kommt. Das würde die Wirksamkeit der wertvollen essentiellen Öle verringern und das wäre daher eine Verschwendung des wunderbaren echten Lavendelöls. Bei der Seife kommt es mir tatsächlich nur auf den Duft an, also ist Lavandin völlig ok.

Lavandin wird in manchen Ölmischungen wie Purification verwendet, denn er hat einen höheren Kampferanteil als Lavendel.

Kampfer wirkt reinigend, klärend und erfrischend. Er ist oft Bestandteil von Badezusätzen, Massageölen und Inhalationslösungen und hat eine durchblutungsfördernde Wirkung.

Im alten China wurde Kampfer schon dazu verwendet, die Energiebahnen, die Meridiane und die Sinne zu öffnen.
In der Antike wurde Kampfer zum Einbalsamieren und bei Räucherungen verwendet.

Warum ist Lavandin kein Ersatz für Lavendel?

Wenn es dir ausschließlich auf den Duft und nicht auf die wohltuende Wirkung des Lavendels auf dein Wohlbefinden ankommt, dann kannst du durchaus Lavandin verwenden, so wie ich es beim Sieden von Lavendelseife mache.

Du solltest immer daran denken, dass Lavandin ein Hybrid ist und durch Stecklinge vermehrt wird. Er ist also quasi ein Klon und hat nur einen gewissen geringeren Anteil des echten Lavendels in sich. Daher ist es völlig klar, dass er nicht so wirksam ist.

Durch den hohen Kampfergehalt wirkt Lavandin aktivierend und damit ganz anders wie das beruhigende Lavendel.

Wenn du die komplexe und wunderbare Wirkung des echten Lavendels genießen willst, dann solltest du in jedem Fall zum Original greifen.
Wenn du zum Bestellen Fragen hast, dann findest du hier Infos oder mache einen kostenlosen Termin mit mir aus. Dann können wir direkt miteinander sprechen und ich beantworte dir gern deine Fragen.

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