Bevor ich angefangen habe, mich intensiv mit reinen ätherischen Ölen und ihrer Wirksamkeit zu befassen, war ich auch ein absoluter Fan von Aromalampen. Ich habe einige gekauft und sie auch viel benutzt. Es gibt ja auch witzige oder sehr schöne Modelle und dazu noch das heimelige warme Kerzenlicht, das hat schon was. Das kann ich absolut nachvollziehen.

Natürlich habe ich wie die meisten Parfümöle oder billige Öle verwendet und mich gewundert, warum sich bei mir nicht die wunderbaren Wirkungen einstellen, von denen ich in meinen Büchern gelesen habe.

Im Gegenteil, manchmal habe ich auch Kopfschmerzen bekommen und das hat dazu geführt, dass ich zwar immer noch fasziniert von den Düften war, aber aufgehört habe, sie zu verwenden.

Im Nachhinein ist mir natürlich vieles klar geworden. Auch wenn ich bald darauf geachtet habe, dass ich natürliche und nicht naturidentische Öle verwende, war es vom Effekt her nicht das, was ich mir so erhofft hatte.

Hitze bekommt den reinen ätherischen Ölen nicht

Neben der Qualität der Öle kommt nämlich noch ein wichtiger Punkt dazu: die Art und Weise, wie du sie verwendest. Ätherische Öle sind, wie der Name auch schon sagt, flüchtige Öle. Das bedeutet, dass sie hohe Temperaturen nicht mögen. Ihre Wirkstoffe vertragen keine große Hitze und das fängt bei mehr als 40, 45° Celsius schon an. Ihre molekulare Struktur bricht auf und das war es mit ihrer wunderbaren Wirkung.

In Aromalampen wird das Wasser umso heißer, je weniger Wasser in dem Behälter ist. Vielleicht passt es ja noch am Anfang mit der Temperatur, aber wenn du nicht aufpasst, dann backt sich das Öl geradezu in die Schale, wenn das Wasser verdunstet ist. Teilweise brodelt es geradezu. Dass das für die ätherischen Öle nicht optimal ist, das ist nachvollziehbar.

Wenn du dann Wasser nachfüllst, kann es sogar passieren, dass der Temperaturunterschied dazu führt, dass der Behälter springt oder geradezu explodiert. Keine schöne Vorstellung…

Wenn du dann auch noch immer unterschiedliche Öle in die Aromalampe tust, ohne sie gründlich zu reinigen, dann vermischen sich die Öle und du hast eine Wirkung, die du nicht vorhersehen kannst, weil es ein ziemliches Mischmasch ist.

Um die Ölreste aus der Lampe rauszubekommen, musst du wiederum Brennspiritus oder spezielle Reiniger verwenden. Und ob du das wiederum rückstandslos vor dem nächsten Gebrauch der Aromalampe rausbekommst…

Möglich – Schwermetalle in der Glasur

Doch Aromalampen können auch noch andere Nachteile haben.

Die Modelle aus Keramik haben oft eine wasserdichte Glasur, eben weil sie mit Wasser gefüllt werden. Durch die Hitze von der Kerze können sich zum Beispiel Schwermetalle aus der Glasur lösen und du atmest die ein. Genau wie die wohltuenden Düfte und die Wirkstoffe der ätherischen Öle gelangen diese über den Atem in die Lungen und in das Blut. Und willst du wirklich dieses Risiko eingehen?

Zusätzlich zu den ganzen künstlichen oder chemischen Stoffen, die in den synthetischen Duftölen oder in den gepanschten natürlichen Ölen sind? Ich nicht. Ich habe daher diese ganzen Öle verbannt.

Im Einzelfall, wenn sie für kosmetische Zwecke zugelassen sind, brauche ich sie für meine Seifen auf.

Bei kosmetischen Ölen sind nämlich die Anforderungen auch deutlich höher als bei den Ölen, die du im Supermarkt oder im 1-Euro-Shop bekommst. Da ist Geiz echt nicht geil und kann dir sogar schaden.

Jetzt, wo du weißt, warum du keine Aromalampe mit einer Kerze benutzen solltest, fragst du dich bestimmt, welche Alternativen es gibt.

Alternative Wasserschale

Nimm eine kleine Schale mit Wasser, stelle sie auf ein Fensterbrett oder irgendwohin, wo sie nicht umgestoßen werden kann und gib einige Tropfen reines ätherisches Öl dazu. Durch die natürlich Verdunstung wird die Luft ganz sanft beduftet und du hast die angenehme Wirkung des Öls, das du gerade verwendest.

Alternative direktes Inhalieren/Auftragen

Du kannst auch direkt am Fläschchen riechen oder, wenn es kein fotosensitives Öl ist, auch in deine Handflächen geben und inhalieren. Zitrone, Orange, Bergamotte, Johanniskraut, Mandarine, Grapefruit machen die Haut lichtempfindlich und du solltest 48 Stunden direkte Sonne meiden, wenn du diese Öle (auch verdünnt) auf die Haut aufträgst.
Das ist der direkteste und intensivste Weg, von den tollen Wirkungen der Öle zu profitieren.

Je nachdem, wie empfindlich du bist, kann es auch zu intensiv sein. Taste dich hier einfach langsam heran und probiere es aus.

Alternative Papiertaschentuch

Wenn du arbeitest, kannst du ja schlecht die ganze Zeit an dem Fläschen mit Pfefferminz oder Zitrone riechen, um deine Konzentrationsfähigkeit zu stärken.

Aber du kannst einige Tropfen reines ätherisches Öl auf ein Tempo träufeln und es neben dich legen.

Alternative Diffuser

Der Diffuser ist mein Favorit, wenn ich Zuhause bin.

Ich habe den Dewdrop Diffuser bei mir im Büro stehen und der ist, wenn ich arbeite, fast schon mit Pfefferminze oder Zitrone im Dauereinsatz.

Er läuft mit einer Wasserfüllung bis zu 4 Stunden und vernebelt das Wasser. Das ist besonders im Winter prima, denn da ist die Raumluft ohnehin trocken und wird so angenehm befeuchtet.

Trockene Raumluft führt zu trockenen Schleimhäuten und das wiederum begünstigt die Anfälligkeit für Erkältungen. Mit dem Diffuser tust du dir also etwas doppelt Gutes.

Das Wasser wird durch Ultraschall in Schwingung versetzt und es entsteht keine Hitze. Die ganzen Inhaltsstoffe der reinen ätherischen Öle bleiben erhalten und entfalten so ihre volle Wirksamkeit.

Den Diffuser kannst du übrigens mit einem tollen Set an Einsteigerölen über mich hier bestellen. Wenn du zum Bestellen Fragen hast, dann findest du hier Infos oder mache einen kostenlosen Termin mit mir aus. Dann können wir direkt miteinander sprechen und ich beantworte dir gern deine Fragen.

 
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